Hämmerli S26

Hämmerli S26

Anbieter/Importeur: UMAREX

Markenname: Vertrieb unter dem Markennamen “Hämmerli”

Hersteller: WinGun

Fertigung: Made in Taiwan

Modell: “S26”

Vorbild: SIG Sauer P226

Serien-Nr.: 13G39049

System: CO2-Revolversystem

Antrieb: 12-g-CO2-Kartusche

Schussausbeute je Kapsel: ca. 80 Diabolos

Kaliber: 4,5 mm (.177) Diabolo

Magazinkapazität:  8 Schuss-Trommel 

Mündungsenergie: < 3 Joule  (Herstellerangabe)

    

Geschossgeschwindigkeit (Vo): ca. 100 m/s  (Herstellerangabe)

Abzug: Single Action (SA) / Double Action (DA)

Abzugscharakteristik: SA: Kurzer Vorzugsweg, leicht schwammiger Druckpunkt - DA: Abzug springt ruckartig aus der Ruheposition; langer, schabender und ruckeliger Vorzugsweg; kein Druckpunkt

Lauf: Gezogen

Lauflänge: 105 mm

Sicherung: Manueller Schwenkhebel rechtsseitig, unterbricht die Abzugsmechanik und sperrt den Hahn

Visierung: Korn starr, Kimme horizontal justierbar

Visierlinie: 155 mm

    

Länge: 197 mm

Höhe: 140 mm

Breite: 38 mm

Gewicht: 852 g (leer)

Ausführung: Griffstück und Schlitten aus Zinkdruckguss - Bicolor-Optik (Duotone): Steelfinish/schwarz - Trommelmagazine: 1x Metall, 1x Kunstoff - schwarze Polymergriffschalen

Ausstattung: Keine “Blowback”-Funktion - entnehmbares Trommelmagazin - Entspanndrücker  - manuelle Sicherung - horizontal justierbare offene Visierung  -  keine “SigSauer”-Originalmarkings

Lieferumfang: Pistole mit Manual und 2 Trommelmagazinen im Pappkarton

Bewertung: Saubere, äußere Verarbeitungsqualität - Optisch sehr nahe am Vorbild - gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Vorliegendes Exemplar geliefert von: “Gottlob Brucklacher”   -   http://www.brucklacher.eu/

                                          

Preis 2015:  ca. 135,- bis 150,- EUR (Internetfachhandel)

Hinweis: Die “Hämmerli S26” war ein limitiertes Produkt und wird seit Monaten nicht mehr an den Handel ausgeliefert. Wer sich noch ein Exemplar sichern möchte, sollte rasch handeln und nach Restbeständen bei den einschlägigen Fachhändlern ausschau halten. - Vielen Dank an Ulrich Eichstädt (UMAREX Sportwaffen GmbH & Co. KG) für diesen sachdienlichen Hinweis. (Feb. 2015)

    

    

 

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Das Vorbild: “SIG Sauer P226”

Die “SIG Sauer P226” ist eine Selbstladepistole (Rückstoßlader) basierend auf dem Modell SIG P220. Sie ist weltweit als Militär- und Behördenwaffe im Einsatz.

Länge: 197 mm

Höhe: 140 mm

Breite: 37 mm

Visierlänge: 160 mm

Lauflänge: 112 mm

Kaliber: 9 mm Para, .40 S&W, .357 SIG

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Mündungsansichten

    

Unter dem Lauf befindet sich eine Kreuzschlitzschraube. Dreht man diese heraus, kann das vordere Schlittenbauteil mit dem Lauf vom Griffstück abgenommen werden. Der feste Sitz dieser Schraube sollte von Zeit zu Zeit geprüft werden, damit sich die Schraube nicht so weit lockert, dass der beim Ladevorgang federbelastet nach vorne schnellende Schlitten sich nicht mal ungewollt vom Griffstück löst.

Fotos unten: Beim Blick in den Lauf sind deutlich die Züge und Felder erkennbar.

    

 

Griffstück / Griffschalen

    

Die Polymergriffschalen (Fotos oben) sich sowohl haptisch wie optisch sehr gut gearbeitet. Sie sind stumpf und griffig sodass sie hervorragenden Grip bieten. Da knarzt nichts, da klappert nichts und von Hartplastikanmutung sind diese Schalen weit entfernt.

Fotos unten: Sowohl an der Griffvorderseite als auch am Abzugsbügel findet man eine Riffelung, die als Fingerauflage etwas mehr Rutschfestigkeit bietet.

    

Fotos unten: Der Griffboden dient als Entriegelung für den sich bei Bedarf öffnenden Griffrücken. Dort wird die Treibgaskartusche implementiert. Dazu später mehr...

    

 

Sicherung und Entspanndrücker

Die Pistole ist mit einer einseitig zu betätigenden, manuellen Sicherung ausgerüstet (Fotos unten). Wird der Schwenkhebel in die untere Position gebracht (safe = roter Punkt verdeckt) unterbricht dies die Abzugsmechanik und sperrt den Hahn. In der oberen Position, der rote Punkt liegt frei, befindet sich die Waffe im Status “ungesichert” (Foto unten rechts). Um den Hebel betätigen zu können, muss er bei der Schwenkbewegung nach hinten, gegen einen leichten Federdruck, bewegt werden. Diese “Sicherung der Sicherung” soll ungewolltes Entsichern verhindern.

    

    

Fotos unten: Mit dem Entspanndrücker (Foto links) kann der bereits gespannte Hahn (Foto rechts) wieder in die sichere, entspannte Position zurückgebracht werden.

    

    

 

Visierung

Die offene Visierung der “S26” ist justierbar, allerdings lediglich horizontal. Eine Höhenverstellmöglichkeit ist leider nicht gegeben. Kimme und Korn sind mit farbigen Markierungspunkten ausgeführt. Der Visierkontrast ist gut und ermöglicht selbst bei nur schwach ausgeleuchtetem Zielumfeld noch eine saubere Zielerfassung.

    

Foto unten links: Die Seitenverstellung des Kimmebauteils erfolgt mittels eines 1,5 mm Inbusschlüssels, der allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist.

    

Foto unten: Die Pistole verfügt über eine kurze Monatageschiene am Griffstück unter dem Lauf für das Anbringen von Zubehör (Vordergriff, Lampe*, Laser*). * gesetzl. Reglementierung beachten!

 

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Begrifferläuterungen

Blow Back” - Dieser Begriff findet bei CO2- und Softair-Waffen Verwendung, wenn ein Teil des Treibgases bei Schussabgabe dazu verwendet wird, den Schlitten/Verschluss nach hinten zu bewegen, um den Rückstoßimpuls, wie er beim Repetieren einer Feuerwaffe auftritt, zu simulieren. Dabei wird der Hahn oder das Schlagstück gespannt, wenn eine SA-Funktion gegeben ist. Die Waffe funktioniert also semiautomatisch.

Double Action (DA) beschreibt einen sogenannten Spannabzug von Selbstladewaffen, bei dem der Abzug das Schloß (Hahn oder Schlagstück) spannt und dann bei weiterem Durchziehen den Schuss auslöst. Bei einem Revolver wird auch die Trommel um eine Kammer weitergedreht. Double Action Only (DAO) bedeutet, dass man die Waffe nicht vorspannen kann, also kein Single-Action-Modus möglich ist.

Single Action (SA) bedeutet, dass man den Hahn (oder ein Schlagstück) spannt, bevor man den Abzug betätigt. Der Abzug führt also nur noch eine Aktion durch, nämlich das Auslösen des Schusses. Vorteil: Der Abzugswiderstand wird geringer und der Abzugsweg kürzer, was der Schusspräzision zu Gute kommt.

“Cool-Down”-Effekt = Schnelles Herunterkühlen von Treibgaskartusche und Ventil, u. U. bis hin zur Vereisung, welches bei Abgabe rascher Schussfolgen auftritt und auf die physikalischen Eigenschaften des Treibgases CO2 zurückzuführen ist. Dadurch kommt es zu einem signifikanten Druckabfall, einhergehend mit verminderter Geschossbeschleunigung und mithin zur Verlagerung der Treffpunktlage nach unten.

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Abzug, Hahn und Schlitten

Beim Abzug der “S 26” handelt es sich um einen Spannabzug (DA), der alternativ auch manuell vorgespannt werden kann (SA). Im DA-Modus wird die Charakteristik durch das mittels Spannabzug zu drehende, innere Trommelmagazin beeinträchtigt. Der schwergängige Abzug springt dabei sehr ruckartig aus der Ruheposition heraus, was regelmäßig zum Verreißen der Waffe führt, was sich bedonders bei schnellen Schussfolgen negativ bemerkbar macht.

Abzugscharakteristik: SA: Kurzer Vorzugsweg, leicht schwammiger Druckpunkt - DA: Abzug springt ruckartig aus der Ruheposition; langer, schabender und ruckeliger Vorzugsweg; kein Druckpunkt.

Fotos unten: Im rechten Bild wird der verkürzte Abzugsweg bei manuell vorgespanntem Schlagstück deutlich. Links der Vergleich im entspannten Zustand. Das Vorspannen kann durch einfaches Zurückziehen des Hahns per Daumen erfolgen. Dieser Vorgang läuft insgesamt etwas kratzig ab.

Die Pistole verfügt aber auch über einen beweglichen Schlitten, der manuell nach hinten gezogen werden kann, um das Schlagstück zu spannen (zum Schießen im SA-Modus). Die Waffe ist nicht mit “BlowBack”-Funktion ausgestattet, sodass der Schlitten beim Schuss nicht durch abgeleitetes CO2-Gas automatisch nach hinten bewegt wird.

    

Fotos unten: Abzug und Hahn im entspannten Status (DA).

    

Fotos unten: Abzug und Hahn im gespannten Zustand (SA).

    

    

 

Implementierung der CO2-Kartusche

Um die CO2-Kartusche ins Griffstück implementieren zu können betätigt man die Verschlusskappe am Griffboden. Beim Aufschwenken öffnet sich die Ladeöffnung am Griffrücken. Dann wird die Kapselanstechschraube ein Stück weit herausgedreht und die CO2-Kapsel mit dem Hals nach oben in die Aufnahme eingeführt, sodass die Platte der Kartusche am Anstechdorn des Ventils anliegt. Nun wird die Kapselanstechschraube soweit handfest eingedreht, bis sich der Anstechvorgang durch ein leises Zischen bemerkbar macht. Das Ventil steht nun unter Druck. Zuletzt kann der Griffrücken wieder zugeklappt werden. Die Verschlusskappe am Griffboden schließt dabei selbsttätig und verdeckt dann wieder die Anstechschraube.

    

    

    

Foto unten links: Der Pfeil zeigt auf den Hohldorn der von einer grünen Dichtung umgeben ist. Der Dorn durchstößt die Platte oben am Kartuschenhals und leitet das Treibgas zum Ventil.

    

    

 

Magazin einsetzen

Das Trommelmagazin macht die „S26“-Pistole technisch zu einem Revolver mit verdeckter Trommel. Um das Magazin austauschen zu können, wird zunächst der seitliche Fanghebel nach unten gedrückt. Das gibt die Arretierung für den vorderen Schlitten frei und dieser wird dann federbelastet nach vorne geschoben. Beim Öffnen des Ladeschlittens sollte man diesen keinesfalls ungebremst bis zum Anschlag nach vorne schnellen lassen! Es kann vorkommen, dass sich dadurch die ggf. bereits gelockerte Schraube unter der Mündung gänzlich löst, und sich der Schlitten von der Waffe verabschiedet. Deshalb beim Öffnen des Schlittens diesen stets mit der Hand abbremsen, und langsam zum Anschlag führen. Außerdem den festen Sitz der Halteschraube von Zeit zu Zeit unbedingt überprüfen!

    

    

    

    

    

Im Lieferumfang sind zwei Trommelmagazine enthalten: 1x Metall, 1x Kunstoff (schwarz)

    

Fotos unten: Auf den Bildern erkennt man deutlich den hervorstehenden Rastkranz rund um die Trommelachse. Dort hinein greift die Transportklinke welche die Trommel vor Schussabgabe jeweils um eine Kammer weiter dreht.

    

 

 

Auf dem Schießstand

Die “Hämmerli S26“ ist eine sauber verarbeitete und funktionell ausgezeichnete Non-BlowBack-CO2-Pistole mit Revolversystem. Ihre positiven Eigenschaften machen sie zu einer guten Fun-/Actionwaffe und nach Absolvierung der Schießtests ergab sich ein recht gutes Gesamtbild, trotz einer nicht gerade überragenden Präzision. Es traten bei den Tests nicht die geringsten Störungen auf und das Handling ist bewährt und komfortabel. Leider gibt es kein Kapsel-Schnellspann-System wie beim Vorgängermodell “Hämmerli P26”, sondern nur den hausbackenen Schraubverschluss für das Einspannen der Treibgaskartusche. Dazu später mehr in der Gegenüberstellung mit anderen Modellen.

Die Polymergriffschalen sind beidseitig gleich ausgeformt. Optisch und haptisch vermitteln sie einen sehr guten Eindruck und bieten hervorragenden Grip. Sie wirken nicht im Geringsten  knarzig und sitzen wackelfrei auf dem Griffstück. Die voll geladen 910 g schwere Pistole zeigt eine ausgewogene Gewichtsverteilung und der Griffumfang eignet sich gut für mittelgroße Hände. Der Abzugsbügel ist angenehm großzügig ausgeführt, sodass der Abzugsfinger ausreichend Bewegungsfreiheit findet.

Schön dass der Hersteller eine horizontal justierbare offene Visierung mit gutem Kontrast aufbietet. Eine Höhenverstellung ist leider nicht vorhanden. Dadurch kann die zu Tiefschüssen neigende Pistole nicht nachjustiert werden. Kimme und Korn sind mit farbigen Markierungspunkten ausgeführt. Der Visierkontrast ist gut und ermöglicht selbst bei nur schwach ausgeleuchtetem Zielumfeld noch eine saubere Zielerfassung.

    

Es kommen in der „S26“ die bekannten 8-schüssigen UMAREX-Trommelmagazine zum Einsatz, sodass hier zum rasanten Nachladen der grandiose Diabolo-Speedloader von Henning Ehemann (+) verwendet werden kann. Daher empfiehlt es sich, falls nicht schon vorhanden, weitere Trommelmagazine zuzukaufen.

Der Spannabzug (DA), der alternativ auch manuell vorgespannt werden kann (SA), bietet eine gerade noch zufriedenstellende Charakteristik. Im DA-Modus wird diese durch das mittels Spannabzug zu drehende, innere Trommelmagazin beeinträchtigt. Das heißt im Detail: SA: Kurzer Vorzugsweg, leicht schwammiger Druckpunkt - DA: Abzug springt ruckartig aus der Ruheposition heraus; langer, schabender und ruckeliger Vorzugsweg, kein Druckpunkt. Eine 12g-CO2-Kapsel reicht für rund 80 verwertbar verschossene Projektile aus. Danach fällt der Gasdruck signifikant ab. Die generierte Schussenergie reicht aus, um auf üblicher Zimmerdistanz (im Test 7 m) Weißblechdosen bei einem Treffer zuverlässig zu lochen, bzw. bei der Verwendung von Klappzielen (Z. B. Entenkasten) einen Treffer sauber anzuzeigen.

Scheiben unten: 10-m-Luftpistolenscheiben 17 x 17 cm, Spiegeldurchmesser 6 cm, Schussentfernung ca. 7 m, Waffe im beidhändigen Anschlag mit aufgelegten Unterarmen mit “aufsitzendem Spiegel” gehalten. Jeweils 8 Diabolos (“H&N Hobby” 0,45g). Visierung nicht nachreguliert, sondern “out-of-the-box” belassen.

Double-Action-Modus:

    

Single-Action-Modus:

    

Weiterführende Links:

            

 

Vergleich der “Hämmerli S26” mit der “RWS 225” aka “Reck Police” (“SIG P225”/”P6”)

Fotos unten: Während die “S26” (links) über den geöffneten Griffrücken mit einer 12g-CO2-Kartusche bestückt wird, nimmt man bei der “RWS 225” und der baugleichen “Reck Police” die aufgesteckte, rechte Griffschale ab und kann zum Anstechen der Kartusche den komfortablen Schnellspannverschluss am Griffboden nutzen. Bei der “S26” kommt hingegen eine Knebelschraube zum Einsatz.

Fotos unten: Optischer Vergleich der “S26” (Bicolor) mit der “P6”-Familie

    

Bild unten: Finish-Abgleich

Bild unten: Griffschalen-Abgleich

Bilder unten: Größenvergleich

    

Fotos unten: Während bei der “RWS225”/”Reck Police” ein verschraubtes Wechselkorn (Austausch hohes Korn für Mikrometer-Visier) vorhanden ist, muss man bei der “S26” mit einem statischen Korn leben.

    

Fotos unten: Kimmenvergleich. Alle Modelle verfügen über eine seitenverstellbare Kimme. Allerdings ist diese bei der “S26” aus Plastik, was an den Spritzgraten gut erkennbar ist. Die “RWS225”/”Reck Police” hat eine Metallausführung. Diese kann in Verbindung mit einem höheren Korn (Wechselkorn) durch eine höhen- und seitenverstellbare Micrometer-Kimme (Zubehör) ersetzt werden.

Fotos unten: Mündungsansichten

Foto unten: Blick in den geöffneten Schlitten wo die Trommel eingesetzt wird. Links die “P26”, rechts “Reck Police”.

Foto unten: Heckansichten. Links die “P26”, rechts “Reck Police”.

Foto unten: Während der Magazinknopf bei der “S26” lediglich ein Fake ist, wird er bei der “RWS C225” (hier mit Schichtholzgriffschalen) für das Anheben der rechten Griffschale zum Kartuschenwechsel verwendet.

    

 

Vergleich der “Hämmerli P26” mit der “RWS 225” / “RWS 225 Target”

Im Gegensatz zur “Hämmerli S26” ist die “Hämmerli P26” (hier die “DARK OPS”-Variante) baugleich mit der “RWS C225”. Während die “S26” von UMAREX in Taiwan bei “Wingun” zugekauft wurde, werden/wurden die anderen Modelle bei UMAREX in Arnsberg hergestellt. Lediglich der Name und der Vermarktungsweg unterscheiden sich:

“RWS C225” = UMAREX-Fertigung -> Vermarktung über “Dynamit Nobel”

“Reck Police” = UMAREX-Fertigung (Baugleich) -> Vermarktung im Ausland

“Hämmerli P26” = UMAREX-Fertigung (Baugleich) -> nach Wegfall “Dynamit Nobel” Vermarktung unter dem von UMAREX gekauften Markennamen “Hämmerli”

“Hämmerli S26” = Fertigung bei “Wingun” (Taiwan) -> Vermarktung durch UMAREX unter dem Markennamen “Hämmerli”

     <-- Review “RWS C225”/“Reck Police”   (Vorbild “SIG Sauer P225” (P6) )

     <-- Review “Hämmerli P26”     (Vorbild “SIG Sauer P226”)

 

Fazit

Die “Hämmerli S26” ist, im Gegensatz zu ihrem Vorgängermodell “Hämmerli P26” kein Produkt made by UMAREX (Germany), sondern Made for UMAREX by “WinGun” (Taiwan). Sie ist somit keine Weiterentwicklung oder Neuauflage der “P26”, sondern ein völlig anderes Produkt. Hier zeigt sich sehr deutlich die Philosophie-Kehrtwende des Arnsberger Unternehmens, sprich weg von selbstgefertigten Waffen, hin zu Zukäufen (Lohnfertigung) in Fernost. Dass in beiden Fällen der von UMAREX aufgekaufte Markenname “Hämmerli” Verwendung findet, macht aus den beiden Pistolen lediglich nachträglich Namensverwandte.

Trotzdem: Die “S26“ stellt sich als eine mit geringfügigen Abstrichen recht sauber verarbeitete und funktionell ausgezeichnete Fun-/Actionwaffe (CO2/Non-BlowBack) dar, die nach Absolvierung der Schießtests ein durchaus gutes Gesamtbild hinterlässt, auch wenn die Präzision für eine Diabolo-Waffe mit gezogenem Lauf nicht wirklich überragend ist.

Nachtrag: Die “Hämmerli S26” war ein limitiertes Produkt und wird seit Monaten nicht mehr an den Handel ausgeliefert. Wer sich noch ein Exemplar sichern möchte, sollte rasch handeln und nach Restbeständen bei den einschlägigen Fachhändlern ausschau halten. - Vielen Dank an Ulrich Eichstädt (UMAREX Sportwaffen GmbH & Co. KG) für diesen sachdienlichen Hinweis.

ERKLÄRUNG

 

GUNIMO

Februar 2015