Colt Python .357

Colt Python .357   (Revolver auch unter den Namen “Diana Raptor”, “Gletcher CLT B6 und “Swiss Arms .357” vermarktet)

Anbieter/Importeur: UMAREX Sportwaffen GmbH & Co. KG

Made in Taiwan

Modell: Colt Python .357   (Version mit Ladepatronen für BBs)

Vorbild: Colt Python, Cal. .357 

Serien-Nr.: 14E02947

System: CO2

Antrieb: 12-g-CO2-Kartusche

    

Schussausbeute je Kapsel: ca. 70 Schuss

Kaliber: 4,5 mm Stahl-BB  (.177)

Trommelkapazität:  6 Kugeln

Mündungsenergie: < 3 Joule (Herstellerangabe)

Geschossgeschwindigkeit: 100 m/s (Herstellerangabe)

                      

Abzug: Single Action (SA) / Double Action (DA)

Abzugscharakteristik: SA = sofortige Druckpunktnahme, Abzug löst trocken und mit mäßig hohem Widerstand aus. DA = langer Vorzugsweg, relativ hoher Widerstand, kein Druckpunkt vor Schussauslösung

Lauf: Messing, glatt (ohne Züge)

Lauflänge: 4 Zoll

Sicherung: Manuell, nur bei ungespanntem Hahn - Schieber hinter dem Hahn, blockiert die Abzugsmechanik und den Hahn - außerdem Fallsicherung

Visierung: Korn starr, Kimme seiten- und höhenverstellbar

Visierlinie: 160 mm

Länge: 240 mm

Höhe: 150 mm

Breite: 39 mm

Gewicht: 995 g (leer)

Ausführung: Rahmen, Trommel und Bedienteile aus Metall - Kunststoffgriffschalen - ventilierte Laufschiene - Ladepatronen aus Metall mit Kunststoffeinsatz

Lieferumfang: Revolver mit 6 Ladepatronen, Ladehilfe, Inbusschlüssel für Kapselschraube, Gebinde BBs und Bedienungsanleitung im Pappkarton

Hinweis 1: Waffe auch mit 2,5”- und 6”-Lauf in schwarz und vernickelt erhältlich

Hinweis 2: Eine 2. Version mit Ladering für Diaboloverwendung verfügbar ---> - Klick mich -

Bemerkung: Revolver mit originalen “Colt”-Markings aufgrund der Namenslizenz bei UMAREX

Bewertung: Saubere Verarbeitungsqualität - realitätsnahe Handhabung - optisch sehr nahe am Vorbild

Preis 2015: ca. 110,- EUR (Internetfachhandel)

Vorliegendes Exemplar geliefert von: http://www.teutenberg-werl.de/

    

    

    

 

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Das Original

Der „Colt Python“ ist ein 6-schüssiger Trommelrevolver im Kaliber .357 Magnum. Wie mit allen .357 Magnum Revolvern kann mit ihm auch die schwächere .38 Special-Patrone verschossen werden. Hersteller war die Firma „Colt“ in Hartford (Connecticut), USA, Produktionszeit: 1955 – 1999. Gefertigt wurde der „Python“ in Stahl mit mitternachtsblauer Brünierung oder vernickelt, später auch aus mattiertem oder poliertem Edelstahl (Stainless, Ultimate Stainless). Er war als Sportschützenwaffe aufgelegt worden und hatte deshalb ein verstellbares Visier und eine ventilierte Laufschiene. Ein weicher Schlossgang, ein genauer Abzugspunkt und ein gleichbleibendes Abzugsgewicht zeichnen ihn aus. Zudem wurde durch enge Toleranzen bei den Elementen der Trommelblockierung eine präzise Zentrierung zwischen Trommelbohrung und Lauf erreicht, was zu einer höheren Präzision der Waffe führte. Zunächst hatte die Waffen einen 6-Inch-Lauf, später kamen Lauflängen von 4 und 2 1/2 Zoll dazu. Für Jagdzwecke stellte „Colt“ nach 1972 „Python“-Revolver mit längerem Lauf (8 bis 10 Zoll) und fabrikmäßig aufgebautem Zielfernrohr her. Für das sportliche Schießen wurde auch ein "Target Model" mit 8 Zoll Lauf hergestellt, dessen Patronenlager in der Trommel kürzer ausgebohrt waren und nur das Laden von .38 Special-Patronen erlaubten.

    

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Korpus

Rahmen, Trommel, Griffstück und Laufmantel des CO2-“Python 357” sind aus Druckguss gefertigt, ebenso die Bedienteile. Die äußere Verarbeitung und das Finish machen einen sehr guten und wertigen Eindruck, siehe Fotos unten.

    

    

    

 

Griffschalen

Der voluminöse Griff ist für mittelgroße bis große Hände geeignet. Die Hartplastikgriffschalen sind gecheckert, am Griffrücken umlaufend und vorne mit Fingerrasten ausgeführt. Insgesamt bieten sie zwar recht guten Grip und knarzen nicht beim Zufassen, sind aber weder optisch noch haptisch ein Genuss. Statt des spröden Hartplastik würde man sich hier ein stumpfes und leicht nachgiebiges, gummiartiges Material wünschen, wie es zum Beispiel beim “Gamo R77 Combat” zum Einsatz kommt. Auch das goldig glänzende “Colt”-Emblem wirkt im Bezug auf dessen Machart eher wie eine Spielgeld-Kleinmünze aus dem Kinderkaufladen, als wenn eine wertige Metallintarsie eingesetzt worden wäre.

    

    

 

Mündungsansicht

Der vordere Mündungsbereich suggeriert die Bohrung einer Großkaliberwaffe, doch etwas nach hinten versetzt leuchtet deutlich sichtbar der eigentliche Messinglauf im Kaliber 4,5 mm. Wenn man dies optisch ein wenig kaschieren möchte, empfiehlt es sich dort schwarze Farbe aufzutupfen, damit das dünne Röhrchen im Hintergund etwas unauffälliger wirkt.

                            

 

Sicherung

Der CO2-Revolver ist mit einer manuellen Hahnsicherung ausgerüstet, die oberhalb am Griffstück direkt hinter dem Hahn sitzt. Sie lässt sich aufgrund ihrer Funktionsweise ausschließlich bei ungespanntem Hahn in Betrieb nehmen. Befindet sich der Schieber in der hinteren Position zeigt sich rechtsseitig im Statussichtfenster ein “F” (für “FIRE”) mit rotem Warnpunkt. Drückt man den Schieber nach innen gegen den anliegenden Hahn, dann ist dieser blockiert und im Sichtfenster zeigt sich ein “S” für den Status “SAFE” (Fotos unten).

    

    

 

Visierung

Eine sehr positive Eigenschaft des “Colt Python” ist die horizontal und vertikal justierbare Kimme, die darüber hinaus, im Zusammenspiel mit den Korn, auch einen sehr guten Kontrast liefert. Die der Kimme zugewandte Schräge am Korn ist gerillt, was Spiegelungen und Lichtreflexe verhindert, die auf glatten Flächen entstehen und den Schützen u. U. irritieren könnten. Dass die Seitenverstellung der Kimme - im Gegensatz zur großen Schlitzschraube bei der Höhenverstellung - mittels eines winzigen 1,5 mm Inbusschlüssels durchgeführt werden muss, ist etwas lästig. Das passende Werkzeug ist nicht im Lieferumfang der Waffe enthalten.

    

Foto unten: Schief sitzendes Kimmenblatt. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, das das Kimmenblatt gerade in der Halterung sitzt, um darauf basierende Zielfehler zu verhindern.

 

Begrifferläuterungen

Blow Back” - Dieser Begriff findet bei CO2- und Softair-Waffen Verwendung, wenn ein Teil des Treibgases bei Schussabgabe dazu verwendet wird, den Schlitten/Verschluss nach hinten zu bewegen, um den Rückstoßimpuls, wie er beim Repetieren einer Feuerwaffe auftritt, zu simulieren. Dabei wird der Hahn oder das Schlagstück gespannt, wenn eine SA-Funktion gegeben ist. Die Waffe funktioniert also semiautomatisch.

Double Action (DA) beschreibt einen sogenannten Spannabzug von Selbstladewaffen, bei dem der Abzug das Schloß (Hahn oder Schlagstück) spannt und dann bei weiterem Durchziehen den Schuss auslöst. Bei einem Revolver wird auch die Trommel um eine Kammer weitergedreht. Double Action Only (DAO) bedeutet, dass man die Waffe nicht vorspannen kann, also kein Single-Action-Modus möglich ist.

Single Action (SA) bedeutet, dass man den Hahn (oder ein Schlagstück) spannt, bevor man den Abzug betätigt. Der Abzug führt also nur noch eine Aktion durch, nämlich das Auslösen des Schusses. Vorteil: Der Abzugswiderstand wird geringer und der Abzugsweg kürzer, was der Schusspräzision zu Gute kommt.

”Cool-Down”-Effekt = Schnelles Herunterkühlen von Treibgaskartusche und Ventil, u. U. bis hin zur Vereisung, welches bei Abgabe rascher Schussfolgen auftritt und auf die physikalischen Eigenschaften des  Treibgases CO2 zurückzuführen ist. Dadurch kommt es zu einem signifikanten Druckabfall, einhergehend mit verminderter Geschossbeschleunigung und mithin zur Verlagerung der Treffpunktlage nach unten.

 

Abzug und Hahn

Der “Python” verfügt über einen Spannabzug. Der Revolver kann sowohl im “Double-Action”-, als auch im “Single-Action”-Modus geschossen werden.

Bilder unten: Bei vorgespanntem Hahn (SA-Modus) entfällt der Vorzugsweg gänzlich. Der gesamte Abzugsweg verkürzt sich erheblich. Dies bei deutlich vermindertem Widerstand, da die Trommel durch die Abzugsbetätigung nicht mehr um eine Kammer weiter gedreht werden muss. Das wurde von der Mechanik durch das manuelle Hahnspannen ja bereits erledigt. Lediglich der Hahn muss durch die Züngelbetätigung noch gegen einen spürbar leichteren Druckpunkt freigesetzt werden um einen Schuss auszulösen. Ein Vorzugsweg entfällt dabei komplett.

Abzugscharakteristik: SA = sofortige Druckpunktnahme, Abzug löst trocken und mit mäßig hohem Widerstand aus. DA = Kurz nach dem Anziehen entsteht ein sehr hoher Widerstand, der dann ruckartig nachgibt und in einem geringeren Weiterzugsweg mündet. Dem langen Weg folgt kein definierter Druckpunkt vor der Schussauslösung. Dies macht sich besonders beim langsamen, vorsichtigen  Durchziegen des Züngels bemerkbar. Beim schnellen Durchziehen des Abzugs fällt das geschilderte Auf und Ab im Vorzugsweg nicht auf. Allerdings neigt der Schütze dann eher zum Verreißen der Waffe.

    

    

    

Der Hahn besteht aus Druckguss, hat aber an der Auftrefffläche eine runde, harte Stahleinlage (Bild unten links), sodass der Ventilbolzen keine Kerben dort hinterlassen kann, die sonst nach häufigem Gebrauch zu Funktionsstörungen führen könnten.

    

Foto oben rechts: Vor dem Schlagbolzen befindet sich eine Sperreinrichtung in Form eines Riegels. Dieser verhindert bei gespanntem Hahn das Eindrücken des Bolzens. Dieser Riegel fungiert als Fallsicherung und schützt vor ungewollter Schussabgabe. Er bewegt sich erst nach unten und gibt diesen frei, kurz bevor der Hahn bei Schussabgabe auf den Bolzen auftrifft.

 

Lauf

Der Innenlauf des Revolvers besteht aus Messing und ist glatt - also ohne Züge und Felder - ausgeführt, was bei der ausschließlichen Verwendung von harten Stahl-BBs absolut sinnvoll ist, da diese nach kurzer Gebrauchszeit ohnehin Schaden nehmen würden. Bilder unten: Rechts die Mündungsansicht, links der Laufeingang vor der Trommel.

    

Bilder unten: Der Lauf ist beweglich, also federnd gelagert. Der konisch geformte Ansatz greift nach jeder Trommelteildrehung in die jeweils oben liegende Trommelkammer ein und sorgt durch den geschlossenen Spalt zwischen Trommelkammer und Laufansatz für eine verbesserte Gasdichtigkeit.

    

 

Implementieren der 12 g-Treibgaskartusche

Die CO2-Kapsel wird in den Schacht im Griff eingesetzt. Dazu öffnet man mittels des der Waffe beiliegenden Inbusschlüssel die Schraubkappe am Griffboden und lässt dort die 12g-Kartusche mit dem Hals voran hineingleiten. Dann die Schraubkappe wieder aufsetzen und festziehen, bis die Kapsel vom Hohldorn am Ventil angestochen wird und somit Treibgas freigeben kann. Meist wird der Anstechvorgang von einem kurzen, leisen Zischgeräusch begleitet.

    

    

    

    

Fotos unten: Leider besteht der Verschlussdeckel größtenteils aus Kunststoff. Die Folge ist, dass sich nach einigem Gebrauch das Plastikgewinde stark abnutzt (siehe weißer Pfeil), da es von einem scharfkantigen Innengwinde aus Metall aufgenommen wird. Hier also stets vorsichtig agieren und den Deckel sauber aufsetzen, bevor man ihn mit dem Inbusschlüssel festschraubt. Ist das Gewinde erst soweit beschädigt wie auf den Bildern gezeigt, ist das saubere Eindrehen des Deckels sehr erschwert. Es empfiehlt sich, das Gewinde stets leicht zu ölen oder zu fetten.

    

 

Trommel

Um die Trommel mit Patronen bestücken zu können, wird diese nach links ausgeschwenkt. Dazu wird zunächst die Arretierung geöffnet, in dem man den Halter mit dem Daumen ein Stück weit nach hinten zieht (siehe Fotos unten) und somit die Trommelachse freigibt.

    

    

    

Fotos unten: Blick auf die Funktionsteile am Rahmen. Oben die Ventilausgangsöffnung aus der eine adäquate Menge CO2-Gas bei der Schussabgabe mit Druck ausströmt um das Projektil zu beschleunigen. In der Mitte die Halterung der Trommelachse und unten die Transportklinke, die bei Abzugsbetätigung, respektive beim manuellen Hanspannen, ausfährt und in die Rastung der Trommel (im Bild oben links) greift und diese um eine Kammer weiterdreht.

Die Fotos unten zeigen die Bewegung der Transportklinke für den Trommeltransport bei Abzugs-/ Hahnbetätigung.

Bilder unten: Die messingfarbenen Ladehülsen für die Stahlkugeln sind optisch scharfen Patronen nachempfunden, aber in dieser Beziehung nur Attrappen. Sie bestehen aus einer nicht magnetischen Metalllegierung und einem rotbraunen Kunststoffeinsatz. In dessen minimal elastische, vordere Öffnung wird die Kugel einfach bis zum Anschlag hineingedrückt und dort vom umlaufenden Rand zuverlässig gehalten. Am Hülsenboden findet sich die Aufschrift “UX”, die Kaliberangabe 4,5 mm und ein “S” im Kreis. Dort wo bei scharfen Patronen das Zündhütchen sitzt, ist bei den Hülsen die Öffnung für das bei Schussabgabe aus dem Ventil einströmende Treibgas. Patronenmaße: Länge 42 mm, Durchmesser 10 mm.

    

    

Fotos unten: Der Hersteller legt dem Revolver als Zubehör eine Ladehilfe (Speedloader) bei. Mit dieser ist es möglich, alle sechs Hülsen gleichzeitig in die Trommel zu platzieren. Mir persönlich liegt die Handhabung dieses Werkzeugs nicht sonderlich, sodass ich auf dem Schießstand auf die Benutzung verzichte. Außerdem hat das einzelne Einsetzen der Patronen in die Trommel schon einen gewissen Charme und lässt sich ebenso in wenigen Sekunden bewerkstelligen.

    

    

    

Fotos unten: Der Patronenausstoßer lupft bei dessen Eindrücken die sechs Patronen (Ladehülsen) mittels des Ausstoßerkranzes aus den Trommelkammern und erleichtert so das Entnehmen. Man kann die lose in ihren Kammern sitzenden Patronen aber auch einfach herausgleiten lassen, wenn man die Waffe in entsprechender Neigung hält.

    

Fotos unten: Ansichten der Waffe mit geladener Trommel.

    

                                          

 

 

Der baugleiche Revolver wird auch unter dem Namen “Diana Raptor” vermarktet. Bild unten:

 

Der baugleiche Revolver wird auch unter dem Namen “Gletcher CLT B6” vermarktet. Bild unten:

 

Der baugleiche Revolver wird auch unter dem Namen “Swiss Arms .357” vermarktet. Bilder unten:

    

 

Auf dem Schießstand

Der “Colt Python .357“ ist ein sauber verarbeiteter und funktionell sehr guter CO2-Revolver und bringt geladen und voll bestückt knapp 1,1 kg auf die Waage. Seine realitätsnahe Handhabung mit den Ladepatronen und die auch ansonsten sehr positiven Eigenschaften machen ihn zu einer attraktiven und damit empfehlenswerten Fun-/Actionwaffe. Besonders hervorzuheben ist die horizontal und vertikal justierbare Visierung mit ihrem kontraststarken Visierbild. Es ergaben sich bei den Schießtests sehr ansehnliche Trefferbilder (s. u.). Natürlich ist eine CO2-Waffe dieser Konzeption kein Präzisionswunder bei dem man Matchqualität erwarten kann. Aber beim Plinking macht der Revolver sehr viel Spaß und der Spiegel einer LP-Scheibe lässt sich auf 7 m Distanz, bis auf wenige Ausreißer im DA-Modus, sehr zuverlässig treffen. Im Auslieferungszustand war die Visierung nicht zentral eingestellt und musste von mir nachjustiert werden. Ein wenig umständlich ist das Einstellen der Kimme aufgrund der Tatsache, dass für die Seiten- und Höhenjustierungen zwei untershiedliche Werkzeuge zum Einsatz kommen. Diese sind, im Gegensatz zum Inbusschlüssel für die Anstechverschraubung am Griffboden, nicht im Lieferumfang enthalten.

Nicht ganz zufriedenstellend sind m. E. die montierten Griffschalen. Insgesamt bieten sie zwar recht guten Grip und knarzen nicht beim Zufassen, sind aber weder optisch noch haptisch wirklich ansprechend geraten. Statt des spröden Hartplastiks, das der sonstigen Qualität dieses Revolvers nicht wirklich gerecht wird, würde man sich hier ein stumpfes und leicht nachgiebiges, also gummiartiges Material wünschen.

Es ließen sich mit einer Treibgaskapsel ca. 70 Kugeln verwertbar verschießen. Bei allen Durchläufen traten keinerlei Störungen oder Fehlfunktionen auf, die Waffe arbeitete stets zuverlässig. Im SA-Modus ist das Abzugsverhalten ohne Vorzugsweg und klarem Druckpunkt tadellos. Im DA-Modus stört das hohe Abzugsgewicht und das auf halbem Wege starke Rucken der Mechanik beim Weiterdrehen der Trommel zur nächsten Kammer. Nach diesem Vorgang ist die Abzugscharakteristik zwar sauber, aber es fehlt dann ein definierter Druckpunkt bervor der Schuss bricht. Beim schnellen, ruckartigen Durchziehen des Abzugs fallen diese Details das zwar kaum auf, aber der Schütze neigt dann in der Regel zum Verreißen des Revolvers.

Scheibe unten: 10-m-Luftpistolenscheiben 17 x 17 cm, Spiegeldurchmesser 6 cm, Schussentfernung ca. 7 m, Waffe im beidhändigen Anschlag mit aufgelegten Unterarmen und “aufsitzendem Spiegel” gehalten, 7 Schuss, SA-Modus.

    

Scheiben unten: 10-m-Luftpistolenscheiben 17 x 17 cm, Spiegeldurchmesser 6 cm, Schussentfernung ca. 7 m, Waffe im beidhändigen Anschlag mit aufgelegten Unterarmen und “aufsitzendem Spiegel” gehalten, 7 Schuss. Links: SA-Modus, rechts: DA-Modus.

    

Weiterführende Links:

      

 

Fazit

Der von UMAREX vermarktete und in Lohnfertigung in Taiwan hergestellte CO2-Revolver hat einiges zu bieten, was ihn zu einer sehr empfehlenswerten Fun-/Actionwaffe macht. Sehr positiv sind die gute, voll justierbare Visierung und die bei der getesten Waffe erstaunlich gute Grundpräzision, trotz glattem Lauf und Stahl-BB-Verwendung. Das Handling ist nicht zuletzt auch wegen der Ladepatronen recht authentisch und die originalen “Colt”-Markings fehlen dank passender Lizenz auch nicht. Leider wird der optische Gesamteindruck durch die billig wirkenden Hartplastikgriffschalen ein wenig getrübt. Dennoch ist der “Python”-Revolver auch in der Vitrine ein schönes Schmuckstück. Beim aufgerufenen Preis von rund 110,- EUR kann man mit dem Erwerb dieses Modells für das Plinking und Funshootig m. E. keinen wirklichen Fehler machen.

 

Version mit Ladering, wahlweise für BB oder Diabolo.

Lauf gezogen, daher Diaboloverwendung empfohlen.

Foto unten links: Metallringe für Diabolos (3er-Set ca. 10,- EUR). - Bild unten rechts: Kunstoffringe (3er-Set ca. 5,- EUR)

    

 

GUNIMO

August 2015 / Februar 2016 / März 2016