Gamo PT 80

Gamo Modell PT-80

        

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Daten:

Vorbild:                 Beretta 8000 Cougar

Gewicht:               460 g

Länge:                  17,8 cm

Höhe:                   13,8 cm

Breite:                  3,5 cm

Vo:                        125 m/s (Herstellerangabe)

Kaliber:                  4,5 mm Diabolo

Antrieb:                12 g CO2-Kapsel

Abzug:                   SA / DA

Kapazität:             8 Schuss (Trommelmagazin)

Ausstattung:        Druckguss / Plastik, gezogener Lauf, Sicherungshebel (links),

                               horizontal einstellbare Kimme

Preis:                     DM 199,-

Ich konnte die „PT-80“ vor der offiziellen Markteinführung durch „Gamo“ beziehen und testen.

Vielen Dank an meinen Freund „Mikel“ für den guten Tipp.

Händleradresse:    Jens Arnold, Chemnitzer Str. 9, 04643 Geithain, Tel.: 0172 / 3525190 (Mobil)

                                Tel.: 034341 / 44465, Fax:  034341 / 44464

                    

Nun liegt sie vor mir, die mit Spannung erwartete „Gamo PT-80“. Es ist die Dritte im Bunde der mehrschüssigen „Gamo“-CO2-Freizeitwaffen, nach der „P-23“ (SIG Sauer P 230) und der „Auto-45“ (Glock 30). Nun sagt ja ein altes Sprichwort: „Aller guten Dinge sind drei“, und in der Tat wirkt die „PT-80“ auf mich irgendwie ausgereifter als die beiden Vorgängermodelle dieses Herstellers, die ebenfalls ‚scharfen’ Waffen-Modellen nachempfunden sind. Der „Beretta Cougar“-Nachbau wartet mit einer ausgezeichneten Handlage auf, die nur etwas durch das geringe Gewicht beeinträchtigt wird. Die Visierung mit der horizontal verstellbaren Kimme (per mitgeliefertem Inbus-Schlüssel) ist ausreichend dimensioniert, und durch weiße Punkte aufgewertet, die das Zielen bei ungünstigen Lichtverhältnissen erleichtert.

Der Sicherungshebel ist nur linksseitig funktionsfähig, auf der rechten Seite ist dieser lediglich eine Attrappe, wie auch alle anderen ‚Bedienteile’ der Pistole. Wie bei den beiden Vorgängern, wird auch bei diesem Modell das Laufgehäuse zum Laden nach oben geschwenkt. Bei der „PT-80“ geschieht dies sogar federbelastet. Dazu werden die beidseitig angebrachten Schieber nach vorne in Richtung Mündung geschoben.

                                                  

Nun fällt der Blick auf die wichtigste Änderung gegenüber den Vorgänger-Modellen. Hier kommen die, bei anderen Herstellern längst bewährten, 8-schüssigen Trommelmagazine zum Einsatz. Drei Stück liegen der Pistole bei. Leider sind sie aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Metall, wie bei den bekannten „UMAREX“-Modellen. „Crosman“ lässt grüßen. Die Rotations-Arretierung der Trommel verhindert das falsche Einlegen der Magazine. Die Transportrastung ist in Richtung Mündung ausgerichtet. Beim Betätigen des Abzuges schwenkt die Transportmechanik nach links und der ‚Mitnehmer’ greift in die Rastung der Trommel, sodass diese soweit gedreht wird, dass die nächste Trommelbohrung bündig mit dem Lauf abschließt und die Trommel einrastet.

          

Zum Einlegen der CO2-Kapsel wird die linke Griffschale abgehoben. Angestochen wird die Kartusche durch das Andrehen der altbekannten Feststellschraube, die aus optischen Gründen unten im Griffstück etwas versteckt eingelassen ist. Bei der Anstechmechanik fehlen also noch die innovativen Ideen à la UMAREX. Die Griffschalen selber sind aus stabilem und elastischem Kunststoff gefertigt und sitzen fest und bündig.

Der SA/DA–Abzug ist aus meiner Sicht das schwächste Element dieser sehr gut gelungenen Waffe. Der Abzugsweg im DA-Modus ist zu lang und der Abzugswiderstand zu hoch, bei ansonsten recht sauberer Charakteristik. Erstaunlich wird es dann beim Schiessen mit vorgespanntem Hahn. Der Abzugsweg ist zwar verkürzt, der Abzugswiderstand verringert sich aber nicht. Subjektiv würde ich sogar behaupten, dass er leicht erhöht ist gegenüber dem DA-Modus, bei jetzt sogar etwas kratziger Charakteristik. Also liegt der Vorteil klar beim DA-Schiessen. Die Vorgängermodelle „P-23“ und „Auto-45“ besitzen ohnehin DA- Only-Abzüge. Negativ fiel mir auch die etwas scharfkantige Beschaffenheit des Abzughebels auf. Nach einigen Schussserien hinterlässt das am Zeigefinger unangenehme Spuren. Der “Gamo”-spezifische, metallisch nach- klingende Ton beim Schiessen fehlt auch bei der PT-80 nicht.

          

Bei dem getesteten Exemplar ist die Trefferlage wesentlich zu hoch, sodass beim Zielen sehr heftig nach unten korrigiert werden muss, weil die Kimme ja leider nicht höhenverstellbar ist. Die Löcher in den verwendeten LP-Zielscheiben waren alle nicht sauber rundgestanzt, sondern stark ausgefranst, was auf unsauberes Auftreffen der Diabolos sowie geringe Geschossenergie hindeutet. Schussdistanz war 7 m.

Auf diese Entfernung ließen sich die Treffer alle innerhalb des schwarzen Bereiches („7-10“) einer handelsüblichen LP-Scheibe platzieren (aufgelegt geschossen). Das, wie bereits erwähnt, mäßige Abzugs- verhalten der Pistole ist dem Trefferbild nicht besonders zuträglich. Ebenso ist die Ausnutzung der CO2- Kapselfüllmenge sicherlich  verbesserungswürdig, war doch nach 55 bis 65 Schuss die Kohlendioxidmenge erschöpft. Hier kann man nicht gerade von einem Spitzenwert sprechen.

Fazit: Für DM 199,- erhält der Käufer eine formschöne und gelungene CO2-Pistole, die dem realen Vorbild optisch sehr authentisch nachempfunden ist. Besonders die Verwendung der Trommelmagazine wertet die „Gamo-Beretta“ erheblich auf. Das gute Preis- /Leistungsverhältnis macht diese Waffe zu einem sehr empfehlenswerten Einsteiger-Modell, und verweist ihre preislich günstigeren Schwestern „P-23“ und „Auto-45“ hinter sich auf die Plätze. Dies nicht zuletzt durch die Tatsache, dass diese bei Verwendung von Diabolos nur einschüssig sind, und sich für schnelle Schussfolgen mit Blei-BBs bescheiden müssen.

 

“Doug Koenig”-Sondermodell 2012, Preis ca. 110,- EUR                               http://www.dougkoenig.com/

GUNIMO

März 2001 / Dezember 2012